Bewerbung um Titel „Sportlichste Stadt“

Werder hat in den vergangenen Jahren Millionen investiert, um seine Sportstätten auf dem neuesten Stand zu halten oder das Angebot zu erweitern

Fußballcamp Werderaner Fußballvereine in den Osterferien 2018 auf Arno-Franz-Sportplatz. Foto: hkx
Fußballcamp Werderaner Fußballvereine in den Osterferien 2018 auf Arno-Franz-Sportplatz. Foto: hkx

Mit dem Wettbewerb „Sportlichste Stadt/ Gemeinde im Land Brandenburg“ unterstützen das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport, der Landessportbund Brandenburg und der Städte- und Gemeindebund Brandenburg (StGB) seit zwei Jahrzehnten Partnerschaften zwischen Sport und Kommunen. Zum 20. Jubiläum des Wettbewerbs hat sich die Stadt Werder (Havel) um dem Titel beworben.

Dazu erklärt der Vorsitzende des Stadtsportbundes Werder (Havel), Klaus-Dieter Bartsch:

„Sport ist in der Philosophie unserer Stadt seit Langem verankert. Im Jahr 2007 haben wir den Titel ,Sportlichste Stadt im Land Brandenburg‘ deshalb schon einmal gewonnen. Danach gab es keinen Stillstand. Im Gegenteil, Werder (Havel) hat in den vergangenen Jahren Millionen investiert, um seine Sportstätten auf dem neuesten Stand zu halten oder das sportliche Angebot zu erweitern. Die Unterstützung durch Kreis- und Landesmittel sowie aus anderen Fördertöpfen waren für das Sportleben in der Blütenstadt sehr hilfreich.

Seit 2007 gab es insgesamt 16 Einzelmaßnahmen zum Erhalt und zur Verbesserung der Sportinfrastruktur. Beispielhaft nennen möchte ich den Bau der Sozialgebäude an der Regattastrecke in den Jahren 2008 und 2009 sowie des Start- und Zielrichterhauses im Jahr 2018. Der Glindower Sportplatz hat einen 2010 einen Kunstrasenplatz und 2018 ein neues Sozialgebäude erhalten.

Im Jahr 2010 wurden die Turnhallen der Grundschule Glindow, der Inselschule Töplitz und der Karl-Hagemeister-Schule saniert. Das Ernst-Haeckel-Gymnasium bekam 2009 einen Turnhallenneubau. Durch zahlreiche, zum Teil kleinteilige Maßnahmen hat auch der Arno-Franz-Sportplatz eine Aufwertung erfahren. (u.a. 2010 kleiner Rasenplatz mit Flutlicht, 2016 Sanierung Kunstrasenplatz, die Außenanlage wurde verschönert und ein neuer Schulungsraum ist entstanden.)

Für das neue Familienzentrum in der Adolf-Damaschkes-Straße wurde bewusst ein besonders attraktiver und zentraler Standort mit Sportangeboten gewählt, die dort bereits auf Vereinsbasis bestehen: Beachvolleyball, Tennis, Angeln, Kegeln und Bowlen. Das Sportleben kann durch Synergien besonders für Kinder und Jugendliche weiter belebt werden. Es wird auch durch die Angebote und Anlagen des Familienzentrums aufgewertet werden.

Die  idyllische Umgebung ist eben nicht das einzige, was Werder zu bieten hat. Der Vereins- und Breitensport hat einen enormen Stellenwert und beruht auf einer langen und erfolgreichen Tradition. Auch aufgrund unserer geografischen und landschaftlichen Lage bieten wir nahezu perfekte Voraussetzungen für ein vielschichtiges Spektrum an verschiedener Sportarten.

Dazu gehören nicht nur die klassischen Ball- beziehungsweise Mannschaftssportarten wie Fußball, Volleyball oder Handball, sondern auch die eher ungewöhnlich anmutenden Sportarten wie Cricket, Bogen- oder Sportschießen. Aber auch Wassersportarten spielen für unsere Stadt am Wasser eine große Rolle.

In dieser Sparte werden viele Aktivitäten angeboten, beispielsweise Rudern, Segeln und Kanu oder Wasserwandern, aber auch unüblichere Sportarten wie Sporttauchen, Wakeboarden oder Windsurfen. Für die Bewegung an der frischen Luft stehen nicht nur die Wasserwege, sondern auch Wander- und Radwege wie der Obstpanoramaweg bereit. Oft sind sie wie der Havelradweg oder der R1 überregional verknüpft. 

Ein wichtiger Faktor des Sportlebens in der Blütenstadt ist die Zusammenarbeit mit den Schulen. Der Schulsport steht in den Schulsportstätten natürlich an erster Stelle. Dort werden aber auch zahlreiche regionale und überregionale Wettkämpfe der Vereine ausgetragen. Zwischen Schulen und Vereinen besteht ein enger Austausch. Die Stadt möchte schon junge Sportlerinnen und Sportler fördern und fordern. So sind auch Kooperationen zwischen Kitas und Vereinen entstanden.

Der Sport stärkt den Zusammenhalt und die Identifikation mit der Stadt. Durch die engagierte Sportförderung haben in der Vergangenheit einige unserer Werderaner Sportler/-innen über die Stadt- und Landesgrenzen Brandenburgs hinaus Bekanntheit erlangen können. Beispielhaft zu nennen ist hier der Leichtathlet Christopher Linke, welcher 2019 bei der Leichtathletik-WM in Doha einen großartigen 4. Platz im 20km Gehen erreichte.

Die Beispiele zeigen, dass Werder beim Thema Sport nicht auf der Stelle tritt. Viele Wünsche sind noch offen, aber gemeinsam wird kontinuierlich und beispielhaft am Erhalt und der Verbesserung der Sportinfrastruktur gearbeitet. Die erneute Bewerbung als um den Titel ,Sportlichste Stadt des Landes Brandenburg‘ nach 13 Jahren ist folgerichtig.“

 

Werder (Havel), 21.08.2020