In den 1980er-Jahren wurde nach längerer Pause mit den ersten Aufrebungen auf dem Werderaner Wachtelberg begonnen, nach der Wende kamen weitere Lagen in Werder, Phöben und Töplitz dazu. Drei Winzer produzieren heute in unserer Region interessante und hochwertige Weine. Die Anlagen erinnern daran, dass in vielen Städten und Dörfern der Mark der Weinbau große Bedeutung hatte.

In Werder zählt der Weinbau neben der Fischerei zu den ältesten Gewerben. Seine Geschichte beginnt im Jahr 1317, als das Städtchen  als Marktflecken vom Kloster Lehnin aufgekauft wird. Gefördert von den Zisterziensermönchen entstehen Dutzende Weinberge. Im Verlauf mehrerer Jahrhunderte entwickelt sich Werder zum Zentrum des märkischen Weinbaus.

Die heute in Werder produzierten Weine nehmen die Tradition auf. Und es zeigt sich, dass sich auf den seichten Hügeln am Wasser wieder gute Lagen finden. Die Havelseeen wirken besonders im Winter temperaturausgleichend. Der Sandboden ist leicht erwärmbar und verleiht dem Werderaner Wein eine besondere Lindigkeit. Jede dritte Flasche Brandenburger Wein stammt heute aus Werder.